Termine  

31 Aug 2018;
08:30PM - 11:00PM
August-Blitz
02 Sep 2018;
10:00AM -
ScS II vs SK Altrip I
09 Sep 2018;
10:00AM -
SK Altrip II vs ScS IV
   

Bildergalerie  

   

Training  

Jugendtraining:

    Fr, 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr

Spielabend:

    Fr, ab 20:00 Uhr

Spiellokal:

   Kath. Pfarrzentrum Herz Jesu

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Am 4. März 2001 bestritt die erste Mannschaft des Schachclubs Schifferstadt einen wahrlich denkwürdigen Mannschaftskampf.

Der damalige Pressewart Christian Senk schrieb:

,,David düpiert Goliath

Wer vorher auf dieses Ergebnis getippt hätte, wäre wohl für verrückt erklärt worden: in der achten Runde der Ersten Pfalzliga 2000/2001 fegte die erste Mannschaft des Schachclubs Schifferstadt die zweite Garnitur des SC Bann mit 6:2 von den Brettern !

Nicht weniger als fünf bundesligaerfahrene Akteure standen in den Reihen der Westpfälzer, die deshalb in der laufenden Spielzeit auch zu Meisterschaft und Aufstieg regelrecht ,,verdammt“ sind. Ein über sich hinauswachsendes Schifferstadter Team, das nominell an allen Brettern deutlich unterlegen war, bereitete diesen Absichten aber nun wohl ein Ende.

Schon nach relativ kurzer Spielzeit wunderte sich Mannschaftsführer Christian Senk ein wenig darüber, daß ,,einfach alle Schifferstadter gut bis sehr gut stehen“... Am Spitzenbrett spielte Michael Teuffer gegen seinen jungen, ambitionierten, theoretisch sehr beschlagenen Kontrahenten von Beginn an mutig und risikofreudig auf Angriff. Das wurde mit einem Remis durch eine zwingende Zugwiederholung belohnt. Alexander Pelt stellte FIDE-Meister Udo Osieka vor die Alternative sofortiges Matt oder Materialverlust mit baldigem Matt. Da wählte sein Widersacher die dritte Möglichkeit: Aufgabe. Jetzt begannen die Gastgeber endgültig Morgenluft zu wittern. In einer dramatischen Zeitnotschlacht, in der beiden Spielern nur noch Sekunden an Restbedenkzeit bis zur Zeitkontrolle verblieben waren, zeigte Christian Senk mehr Übersicht als sein Widerpart Toni Sandmeier, der schon vor 25 Jahren zum ersten Mal Bundesligaluft schnupperte, seine Routine diesmal aber nicht in die Waagschale zu werfen vermochte. Volker Spielmann hielt sich ebenso eng an die zuvor ausgegebene Marschroute ,,keine Angst, sondern volles Risiko“, überraschte ,,seinen“ Banner psychologisch geschickt mit einer riskanten, selten gewählten Eröffnung und hatte schließlich ebenfalls das bessere Ende für sich. Der 14-jährige Maximilian Meinhardt zeigte einmal mehr, daß er, obwohl noch jung an Lebensjahren, bereits jetzt schon in der Lage ist, abgeklärt und technisch sauber chancenreiche Stellungen zum Gewinn auszubauen. Christian Biedinger zermürbte geduldig sein Banner ,,Opfer“ in einem für ihn immer etwas besseren Turmendspiel. Jürgen Gulde ließ sich im diffizilen Leichtfigurenendspiel nicht überlisten und hielt letztlich sicher das Gleichgewicht. Ausgerechnet Gerhard Mares, der in den vorangegangenen sieben Partien fünf Siege und zwei Unentschieden verbucht hatte, mußte als einziger Schifferstadter nach Qualitätsverlust die Segel streichen. Mit sechs Zählern aus acht Begegnungen kann er sich damit trösten, nach wie vor erfolgreichster Schifferstadter Spieler in der laufenden Saison zu sein.

Schifferstadt I ist vor der Schlußrunde, die am 18. März 2001 zentral, d. h. alle zehn Teams tragen zeitgleich am gleichen Ort ihr letztes Gefecht aus, über die Bühne geht, mit 13:3 Punkten ungeschlagen alleiniger Tabellenführer der Ersten Pfalzliga. Ein Erfolg über die ,,letzte Hürde“ SC Haßloch I würde alle Rechnerei überflüssig machen. In diesem Fall wäre Schifferstadt I unabhängig vom Ausgang der anderen vier Matches Meister und Aufsteiger in die Zweite Rheinland-Pfalz-Liga. Aber auch ein 4:4 läßt alle Chancen offen: im schlimmsten Fall ist dann ein Stichkampf um den Titel mit SK Dahn I zu bestreiten. Und da Dahn I und Bann II - die beiden Formationen, die den Rettichstädtern den Platz an der Sonne theoretisch noch nehmen könnten – zum Abschluß aufeinandertreffen, reicht Schifferstadt für den Fall eines 4:4 in diesem Verfolgerduell sogar eine Niederlage zur Meisterschaft.

Sehr gute Voraussetzungen also den Durchmarsch von der Zweiten Pfalzliga, die man nach der Saison 1999/2000 als Meister in Richtung Erste Pfalzliga verließ, in die Zweite Rheinland-Pfalz-Liga zu schaffen.

Austragungsort des Saisonfinales, das den größten Triumph in der fast 80-jährigen Clubgeschichte für eine Schifferstadter Mannschaft in den Verbandskämpfen mit sich bringen könnte, ist die Ernst-Reuter-Schule, Martin-Luther-Str. 25, in Haßloch. Spielbeginn ist um 10.00 Uhr. Moralische Unterstützung ist sehr willkommen.“

Und es gelang tatsächlich: Mit einem 5,5:2,5-Sieg über Haßloch wurde der zweite Aufstieg in Folge perfekt gemacht !

Die Partien des Mannschaftskampfes Schifferstadt I gegen Bann II zum Nachspielen

Aufstieg SCS1 2000 2001

   
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