Zweite Mannschaft kurz vor Aufstieg / Vierte Mannschaft beendet Saison im oberen Mittelfeld

 

Der Schachclub Schifferstadt ist in der laufenden Saison mit fünf aktiven Mannschaften am Spielbetrieb in den pfälzischen Ligen beteiligt. Daneben startet noch eine Seniorenmannschaft in Spielgemeinschaft mit der TG Waldsee, sowie eine Nachwuchsmannschaft.

Die Erste Mannschaft spielt in der Zweiten Pfalzliga Ost und ist vor dem letzten Spieltag auf dem zweiten Platz. Punktgleich mit dem Erstplatzierten Team der SG Speyer-Schwegenheim, aber mit weniger Brettpunkten. Da aber nur der Tabellenerste eine Liga nach oben geht, ist ein Aufstieg der Schifferstadter unwahrscheinlich.  Dabei sah es lange im Verlauf der Saison sehr gut für den Schifferstadter Club aus. Bis zur fünften Runde war man Tabellenerster. Aber wie in anderen Sportarten auch, ist es im Schach erlaubt Spieler während der Saison nach zu nominieren um z. B. seinen Kader zu verstärken oder krankheitsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Die Speyrer haben von diesem Recht Gebrauch gemacht und sich mit Internationalen Topspielern verstärkt. Das direkte Aufeinandertreffen im Spitzenspiel der sechsten Runde konnten die Speyrer mit Ihren Topsielern dann klar mit 7.5:0.5 für sich entscheiden. Lediglich Christian Senk konnte einen halben Punkt gegen den starken IM Sarakauskas erkämpfen. Ein herber Rückschlag für die Schifferstädter, die eigentlich den Aufstieg anvisiert hatten. Dennoch hat man danach nicht aufgesteckt und die siebte Runde klar gegen die ersatzgeschwächte dritte Mannschaft von Frankenthal mit 7.5:0.5 gewonnen.  In der achten Runde traf man auf die zweite Mannschaft von Lambsheim, die um den Abstieg spielt. Diese mussten ein Brett unbesetzt lassen, so dass Christian Senk an Brett vier kampflos gewann. Christoph Göbel an Brett sechs spielte mit den schwarzen Figuren schnell und selbstbewusst, gewann schnell eine Figur und kurz danach auch das Spiel. Er benötigte weniger als 30 Minuten seiner eigenen Bedenkzeit für diesen Sieg. Ein weiterer Beleg seiner ausgezeichneten Form in dieser Saison mit bereits 6.5 Punkten aus 8 Spielen. Nach einem schnellen Remis in 15 Zügen von Tobias Faulhaber an Brett zwei stand es bereits 2.5:0.5 für die Schifferstadter. Andreas Teuffer an Brett sieben kam schlecht aus der Eröffnung, nutzte aber eine Ungenauigkeit seines Gegners für eine schöne Kombination, die ihm einen Bauern und eine bessere Stellung bescherte. Nach dem Gewinn zwei weiterer Bauern gab der Gegner auf. Christian Biedinger an Brett fünf sorgte nach über drei Stunden Spielzeit für die uneinholbare Führung von 4.5:0.5. Sein weit vorgerückter Mehrbauer auf der d-Linie brachte ihm den entscheidenden Vorteil. Anschließend gewann Mannschaftskapitän Daniel Helbig an Brett drei eine schöne kampfbetonte Partie mit Angriffschancen für beide Seiten. Typisch für Stellungen mit entgegengesetzten Rochaden. Ersatzspieler Michael Baum an Brett acht, der Christoph Holz vertrat, schwächte die gegnerische weiße Königsstellung in dem er einen Bauern bis nach f3 vorantrieb. Er sammelte mehrere Bauern ein bis der Gegner schließlich aufgab. Den Schlusspunkt zum 7.5:0.5 Gesamtsieg setzte Spitzenspieler Jens Babutzka. Die Entscheidung brachte ein ungerechtfertigtes Opfer seines Gegners am Königsflügel des Schifferstadter Spielers. Zwei Züge nach dem Opfer bemerkte der Gegner seinen Fehler und gab auf. Die SG Speyer-Schwegenheim hat allerdings zeitgleich Ihre Spiele auch souverän gewonnen, so dass die Schifferstädter weiter auf dem zweiten Tabellenplatz bleiben. Die endgültige Entscheidung um den Aufstieg fällt dann in der letzten neunten Runde Ende April.

Die zweite Mannschaft kann dagegen die Sektflaschen fast schon kalt stellen. In der siebten Runde traf man auf die ersatzgeschwächte zweite Mannschaft aus Mutterstadt. Drei Bretter mussten diese freilassen,  so dass die Schifferstadter Spieler Paul Turner, Rudolf Seyfarth und Dieter Gutsch kampflos gewannen und die Mannschaft bereits zu Beginn mit 3:0 führte. Michael Piels Gegner an Brett fünf hatte gleich in der Eröffnung einen Aussetzer und stellte eine Figur ein, was Piel souverän zum Sieg führte. Einen ebenso ungewöhnlichen Aussetzer hatte der erfahrene Schifferstadter Spieler Gerhard Mares an Brett zwei. Bereits in den ersten Zügen unterlief ihm ein grober spielentscheidender Fehler, den sein Gegner auch zum Gewinn und  zum zwischenzeitlichen 4:1 Gesamtstand ausnutzen konnte. Den Mannschaftssieg perfekt machte aber Alexander Mayer am Brett drei, dessen Gegner in der Zeitnotphase eine kleine Kombination Mayers übersah. Diese bescherte dem Schifferstadter einen deutlichen Vorteil, der auch zum sicheren Sieg reichte und die Mannschaft uneinholbar mit 5:1 nach vorne brachte. Alexander Pelt erhöhte dann zum 6:1 in dem er in einer für Ihn nie gefährdeten Partie auf den Fehler seines Gegners wartete. Dieser kam dann auch im 33. Zug, als der Gegner seinen eigenen Läufer einsperrte. Den Endstand von 7:1 besorgte Michael Baum am vierten Brett mit den schwarzen Figuren.  Im entstandenen Endspiel nutzte er den Vorteil des Springers gegenüber dem des Läufers.  Als ungeschlagener Tabellenerster der Bezirksliga Nord/Ost hat man nun die besten Chancen zum Aufsteigen. Um den Aufstieg noch zu verpassen müsste die zweite Garnitur des Post SV Neustadt deren restliche beide Spiele hoch gewinnen, bei einer gleichzeitigen Niederlage von Schifferstadt. Aber die Schifferstadter spielen in der letzten neunten Runde gegen das Tabellenschlusslicht aus Limburgerhof II. Hier ist ein Sieg zu erwarten, dennoch muss das Spiel ernst genommen werden.  Die zweite Mannschaft besteht aus erfahrenen starken Spielern, die zuverlässig punkten. Ein Beleg dafür ist die Liga-interne Bestenliste nach der siebten Runde, die gleich von drei Schifferstadter Spielern angeführt wird: Paul Turner (mit 6 Punkten aus 7 Spielen), Alexander Pelt (5.5/6) und Michael Piel (5.5/6).

Auch die dritte Garnitur des Schachclubs hat noch Chancen aufzusteigen. In der Bezirksklasse II/III ist man auf einem zweiten Platz, hat aber das direkte Duell mit dem Tabellenersten Deidesheim in der achten Runde noch vor sich. Die Ausgangslage könnte sogar noch besser sein, hätte man nicht in der dritten Runde eine unglückliche Niederlage gegen den SK Bobenheim-Roxheim  hinnehmen müssen. Außer einem weiteren Unentschieden konnte man alle anderen Spiele gewinnen. So auch das Spiel in der siebten Runde gegen den Tabellenletzten aus Worms V. Allerdings fiel der Sieg deutlich knapper als erwartet aus. Jochen Stirmlinger (Brett zwei), Linda und Laura Kovac (Brett drei und vier), sowie Ersatzspieler Stefan Kaiser (Brett acht) konnten gewinnen. Der älteste aktive Spieler des Clubs, Heinz Stahl mit 85 Jahren und Clubmitglied seit 1948, konnte an Brett sieben mit einem Unentschieden den Gesamtsieg mit 4.5:3.5 sichern. Weitere Mannschaftsmitglieder sind: Bernd Trauth, Gerd Heidemann, Reiner Huber, Jürgen Köchert und Mannschaftsführer Reiner Faulhaber.

In der Kreisliga ist die Saison bereits beendet. Die vierte Mannschaft kann sehr mit Ihrem Abschneiden zufrieden sein. Nach dem 3:3 in der Schlussrunde gegen Freinsheim schließt man die Runde auf einem vierten Platz mit einem positiven Punktekonto ab. Die Mannschaft besteht aus vielen Jugendspielern, wird aber auch durch ältere, erfahrenere Spieler ergänzt. Gegen Freinsheim konnte Armin Sontowski an Brett zwei mit den schwarzen Steinen frühzeitig Druck am gegnerischen Königsflügel aufbauen und diesen dann auch entscheidend schwächen und den vollen Punkt einfahren. Auch Patrick Faulhaber an Brett drei kam gut aus der Eröffnung und gewann einen Bauern. Diesen Materialvorteil konnte er dann auch zum Sieg ausnutzen. Stefan Kaiser am Spitzenbrett und Karl-Heinz Hoffmann an Brett fünf remisierten. Nikita Schmidt an Brett vier konnte leider dem Druck seines Gegners am Königsflügel nicht standhalten und Wolfgang Paul an Brett sechs hat in einer ausgeglichen Stellung einen gewinnbringenden Zug seines Gegners übersehen. Somit kam ein verdientes Unentschieden beider Mannschaften zustande. Die weiteren Mannschaftsmitglieder in dieser Saison waren: Mannschaftsführer Tobias Schotthöfer, Harald Dorweiler, Artur Koch und Alexander Leipold. Hervorzuheben ist im Besonderen Armin Sontowski der überhaupt erst seine erste Schachsaison spielt und gleich Brettmeister wurde, sowie die Kreisliga-interne Bestenliste mit 6.5 Punkten aus 7 Spielen anführt.

Die Besetzung der fünften Mannschaft wäre so kaum in einer anderen Sportart möglich: In der vierten Runde z. B. spielte am Spitzenbrett die 12-jährige Samira Schotthöfer. An den Brettern zwei und drei folgten die Senioren Helmut Peter (64 Jahre) und Dietmar Kneschk (65 Jahre). Die Mannschaft wurde am vierten Brett vervollständigt durch den 10-jährigen David Keuper. Diese Mischung macht den Reiz des Schachspiels aus.  Die vierte Runde konnte man dann auch 3:1 gegen Frankenthal V gewinnen. Momentan befindet sich die Mannschaft trotz des Sieges auf dem letzten Tabellenplatz. In der Abschlussrunde Anfang April kann man aber durch einen Sieg den Abstieg noch verhindern. Zum weiteren Kader dieser Mannschaft gehören auch noch Wolfgang Paul, Fabian Heidemann, Kreshnik Idrizi, Jule Dalmer und Robin Hamleser. Samira Schotthöfer ist nebenbei noch eine der besten Spielerinnen Ihrer Altersklasse in der Region und wurde vor kurzem zweite Pfalzmeisterin. Demnächst will sie versuchen den Titel auf Rheinland-Pfalz-Ebene zu gewinnen.

   

Mannschaftskämpfe  

Keine Termine
   

Training  

Jugendtraining

    Fr, 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr

Erwachsenentraining

    Fr, ab 20:00 Uhr

Trainingsort

    Kath.Pfarrzentrum Herz Jesu

   

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